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Produktsicherheit

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ACEMATT®

Synthetisch amorphe Kieselsäuren und deren oberflächenbehandelte Varianten sind durch das Fehlen kristalliner Bestandteile charakterisiert. Als Bestimmungsmethoden werden dafür die Elektronenbeugung, kombiniert mit Transmissions Elektronenmikroskopie, und die Röntgenbeugung herangezogen. Die Nachweisgrenze dieser Methoden ist kleiner 0,01 Gewichtsprozent. Außerdem bietet die Transmissions-Elektronenmikroskopie in Verbindung mit der Elektronenbeugung die Möglichkeit, Festkörperstrukturen bis zu einer Dimension von 10 Nanometer zu bestimmen. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann ACEMATT® als vollständig amorph bezeichnet werden.

Toxikologie

Erfahrungen am Menschen

Aus jahrzehntelanger Erfahrung ist bekannt, dass der bestimmungsgemäße Umgang mit ACEMATT® zu keinen Gesundheitsschäden führt.

Ergebnisse toxikologischer Untersuchungen

Die akute Toxizität, Ratte oral LD, liegt oberhalb von 10.000 mg/kg. ACEMATT® wirkt nicht reizend auf Haut und Augen.

Ergebnisse ökotoxikologischer Untersuchungen und Umweltverhalten

Synthetische amorphe Kieselsäure ist ein anorganischer, schwer wasserlöslicher Stoff. Aufgrund dieser Eigenschaften ist die Bioverfügbarkeit für aquatische Organismen gering. Bei Ausgangskonzentrationen von 1.000 bzw. 10.000 mg/l wurden bei der Daphnie (Daphnia magna) bzw. beim Zebrabärbling (Brachydanio rerio) im akuten OECD-Test keine schädigenden Effekte beobachtet. Aufgrund der physikalisch-chemischen Eigenschaften und der akuten Toxizitätsdaten sind chronische Effekte und eine Anreicherung in Organismen nicht zu erwarten. Von der Kommission zur Bewertung wassergefährdender Stoffe wurde synthetisch amorphe Kieselsäure als nicht wassergefährdend eingestuft. (KBwS-Nr.: 849)

Informationen über den Umgang

Beim Verarbeiten von ACEMATT® in Pulverform werden Objektabsaugpumpen empfohlen. Wird der MAK-Wert von 4 mg/m3 (einatembare Fraktion) überschritten, ist eine Staubmaske (Partikelfilterklasse P2) anzulegen. Beim Umgang mit ACEMATT® ist eine elektrostatische Aufladung möglich. Deshalb sind die entsprechenden Anlagen gegen diese elektrostatische Aufladung, z.B. durch elektrische Erdung auszurüsten. Um das bei Hautkontakt auftretende Trockenheitsgefühl auszuschließen, sollte ACEMATT® mit Wasser abgewaschen und die Haut anschließend gecremt werden. Verschüttetes Material soll unter Staubvermeidung aufgenommen und in einem geeigneten Behälter gesammelt werden. ACEMATT® kann nach dem Europäischen Abfallartenkatalog entsorgt werden.

Gesetzliche Bewertung

Im Sinne des Europäischen Chemikaliengesetzes, der Gefahrstoffverordnung und der Transportvorschriften stellen ACEMATT® Mattierungsmittel keine Gefahrstoffe bzw. Gefahrgüter dar.

Kontakt

Product Safety Department

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